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Ihre Firma ist geil? Zeigen Sie es Elektrikern!

Wie Sie handwerklich geschickte Elektriker gewinnen können

Es ist noch nicht lange her, da musste eine gute Recruiterin vor allem eines beherrschen: Selektieren. Erfolgreich war, wer mit scharfem Blick und geschickten Fragen aus einer Vielzahl von Bewerbern die besten Kandidaten für die zu besetzende Stelle auswählte.

Viele Unternehmen setzen ihre Stärken nicht in Szene

Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels müssen sich mehr und mehr Elektrohandwerke damit befassen, wie sie qualifizierte Elektriker gewinnen können. Einfache Stellenausschreibungen reichen heutzutage nicht mehr, um handwerklich geschickte Fachkräfte gezielt anzusprechen. Ohne eine langfristig orientierte Recruitingstrategie wird dies Ihrem E-Handwerk nicht mehr erfolgreich gelingen.

Doch nicht nur im Elektrohandel sinkt die Zahl der qualifizierten Bewerber. Auch in vielen anderen Branchen Deutschlands gibt es mittlerweile enorme Fachkräfteengpässe. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung meldet für das vierte Quartal 2018 knapp 1,5 Millionen offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt – ein neuer Rekord.

Damit ist das Finden und Binden qualifizierter Fachkräfte zu einem strategischen Erfolgsfaktor geworden. Der Arbeitnehmermarkt hat Konsequenzen für die Recruiting-Praxis und für die Personalarbeit in Unternehmen.

Im Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) haben wir jährlich mit rund 5.500 Unternehmen und Multiplikatoren aus ganz Deutschland Kontakt. Überraschend ist, wie wenige Unternehmen eine strategische Personalarbeit verfolgen. Kurzfristige Suchen führen bei der aktuellen Arbeitsmarktlage jedoch immer weniger zum Erfolg. Gefragt sind nicht nur Programmierer und Ingenieure, es fehlen vor allem beruflich qualifizierte und handwerklich geschickte Elektriker.

Diese anzuwerben ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine Herausforderung. Denn KMU sind oft weder als attraktiver Arbeitgeber bekannt, noch setzen sie ihre Stärken gezielt in Szene. Dabei könnten sie zum Beispiel mit einer kollegialen Arbeitsatmosphäre, der Nähe zum Wohnort oder großen Handlungsspielräumen für den einzelnen Mitarbeiter punkten.

Wer begehrte Elektriker gewinnen möchte, sollte sich mit deren Bedürfnissen und Wünschen befassen:

  • Welche Arbeitsbedingungen suchen Elektriker auf Baustellen?
  • Welche Karriere streben Sie an?
  • Was ist Ihnen im Beruf wichtig? 

Für diese schwer besetzbare Position gilt es herauszufinden, mit welchen Argumenten und über welche Kanäle Elektriker mit der gesuchten Qualifikation erreicht werden können. Unternehmen werden zum Talentmagneten, wenn sie mit einer guten Personalarbeit dafür sorgen, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, und dies auch nach außen kommunizieren. Sie setzen nicht nur auf die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen, sondern auch auf ihren guten Ruf am Arbeitsmarkt. „Employer Branding“ heißt die Strategie, mit der immer mehr Unternehmen erfolgreich eine Arbeitgebermarke aufbauen. Sie zielt darauf ab, „Wunscharbeitgeber“ zu werden, die Quantität und Qualität der Bewerber zu erhöhen und Beschäftigte an den Betrieb zu binden.

Dazu ist zunächst eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Stärken und Schwächen als Arbeitgeber nötig. Erst im zweiten Schritt werden Stellenanzeigen sowie die Karriereseite überarbeitet und eine zielgruppengenaue Kommunikation aufgebaut. Insbesondere wirkt eine Arbeitgebermarke jedoch durch die positiven Erfahrungen und Berichte der eigenen Belegschaft.

Darüber hinaus sollten auch kleine und mittlere Betriebe mit Online-Stellenanzeigen für eine überregionale Präsenz sorgen. Denn möglicherweise könnte der Fachkräfteengpass an Elektrikern mit entsprechend qualifiziertem Personal aus anderen Teilen Deutschlands gedeckt werden.

Kernaussagen in Kürze:

In Zeiten zunehmender Fachkräfteknappheit ist das Finden und Binden qualifizierter und handwerklich geschickter Fachkräfte für Unternehmen zu einem strategischen Erfolgsfaktor geworden.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist das eine Herausforderung, weil sie zu wenig bekannt sind und ihre Stärken nicht gezielt genug in Szene setzen. Wer also begehrte Fachkräfte gewinnen möchte, sollte sich mit deren Bedürfnissen und Wünschen befassen.